Was versteht man unter Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug?

Der wesentliche Unterschied zwischen Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug ist die Wasseraufnahme. Villeroy & Boch führt in seinem Fliesensortiment:

- Steingut (glasierte Fliesen mit hoher Wasseraufnahme E > 10% nach DIN EN 14411, Gruppe BIII)

-Glasiertes Steinzeug (glasierte Fliesen mit niedriger Wasseraufnahme 0,5% < E ≤ 3% nach DIN EN 14411, BIb)

- Unglasiertes und glasiertes Feinsteinzeug (unglasierte und glasierte Fliesen mit niedriger Wasseraufnahme E ≤ 0,5% nach DIN EN 14411, Gruppe BIa)

Steingut wird grundsätzlich als Wandbelag verwendet. Zur Herstellung werden u. a. Tone, Quarze und Kalkstein verwendet. Leichtes Schneiden und Bohren gehört zu den Vorteilen dieser Fliesenart

Glasiertes Steinzeug und Feinsteinzeug kann sowohl als Boden- als auch als Wandbelag verwendet werden. Zur Herstellung werden u. a. Tone, Quarze und Feldspate verwendet.


Im Normalfall wird der Verschleiß von Bodenbelägen durch Sand- und andere Schmutzpartikel verursacht, die an den Schuhsohlen haften und bei Geh- und Drehbewegungen wie Schmirgel unter hohem Druck wirken. Da der Oberflächenverschleißwiderstand nicht bei allen Glasuren gleich ist, werden die glasierten Steinzeug- und Feinsteinzeugfliesen in fünf Gruppen unterschiedlicher Belastbarkeit, die Abriebgruppen 1 (von leichter Beanspruchung) bis 5 (starke Beanspruchung), eingeteilt und entsprechend gekennzeichnet.


Unglasiertes Feinsteinzeug hat einen Verschleißwiderstand, der zu den höchsten aller Bodenbeläge gehört. Auch nach jahrzehntelanger intensiver Beanspruchung ist eine Abnutzung dieses homogenen Materials kaum erkennbar.